Zypern

Nach fast einem halben Jahrhundert endlich langsam erwachend

Durch die politischen Gegebenheiten kommt Nord Zypern erst nach über 40 Jahren langsam aus seiner Isolation heraus. Bis vor kurzem war nur die Gegend um Girne touristisch erschlossen. Und auch heute werden die Hotels und Ferienanlagen weniger je weiter sie auf die Karpaz Halbinsel vordringen. Das Gebiet um Yeni Erenköy und der Karpaz sind im Augenblick sogar vor neuen Bauvorhaben per Gesetzesgrundlage geschützt. So bleibt das Kleinod und Naturschutzgebiet Karpaz noch lange so malerisch erhalten wie es heute zu sehen ist.

Die bedeutendsten Städte der Insel sind Girne, Nikosia und Famagusta. Famagusta, zum Beispiel, ist eine wunderbare Kreuzritterstadt mit einer großen Kathedrale und vielen alten Kirchen und Kapellen. Man sagt, dass es früher mal eine Zeit gab, in der man jeden Tag im Jahr eine andere Kirche besuchen konnte. In Famagusta gibt es auch die beste Möglichkeit sich über den Zypernkrieg zu informieren, da die Altstadt direkt an die UN-Pufferzone angrenzt und heute noch so aussieht, wie kurz nach dem Konflikt. Vom Strand des Bilfer Palm Beach Hotels aus kann man die unheimliche Atmosphäre der einstigen Tourismus-Hochburg, die nun ganz verlassen da liegt, erleben.

Eine anderer Ausflug, der sich ganz bestimmt lohnt sind die Ruinen von Salamis mit dem antiken Freilufttheater, den Römischen Bädern und der wundervollen Agora sowie der nahe gelegenen St. Barnabas Kirche und dem angegliederten Museum.

Die Bergfestung Kantara ist ein fantastischer Zwischenstopp auf dem Weg zurück von Famagusta. Von hier aus kann man bei guten Sichtverhältnissen auf 3 Seiten das Meer sehen. im nächsten Dorf nach Yeni Erenköy sind die Ruinen der Aghios Trios Basilika und nach einem kurzen Fußweg von Dipkarpaz findet man die antiken Ruinen Aphendrika und Ayphillion mit den Überresten eines römischen Hafens.

Karpaz ist ein Ort für Alle, die keinen Rummel suchen, sondern sich nach Natur und Frieden sehnen, sowie an der zypriotischen Geschichte interessiert sind.

Beim Durchfahren der kleinen Dörfer fühlt man sich um Jahrzehnte zurückversetzt. Die Uhren ticken hier anders als in Europa. Also stellen sie sich darauf ein und lassen sie sich ganz einfach fallen und genießen sie eine andere Art Urlaub.